Datum

9. Juli 2020

Autor

Revée

Tags

Dr. Federico Cipriani erklärt uns, was Narben sind, welche Unterschiede es gibt und wie sie behandelt werden.

Die Narbenbildung ist ein äußerst komplexer physiologischer Prozess, der immer dann auftritt, wenn es zu einem Substanzverlust in einem Organ oder Gewebe kommt.

Zu didaktischen Zwecken ist sie in 4 Phasen unterteilt, die entsprechend einer noch nicht genau definierten interaktiven Raum-Zeit-Dynamik aufeinander folgen und sich überschneiden.

Die erste Phase, die als Hämostase bezeichnet wird, ist durch die Bildung eines Fibrin-Gerinnsels gekennzeichnet, das den Verschluss der Wunde durch die Bildung einer temporären Matrix ermöglicht.
Die zweite Phase wird als Inflammationsphase bezeichnet und sieht als Protagonisten die Immunantwortzellen, die durch Vasodilatation und Diapedese in das geschädigte Gewebe einwandern und eine Aktivität zur Beseitigung von Schadstoffen durchführen. In dieser Phase ist die Wunde ödematös und stark hyperämisch.
In der dritten Phase, der so genannten Profilerationsphase, sorgen Endothelzellen für die Neoangiogenese und Bildung von Granulationsgewebe in Synergie mit dem von den Wundrändern migrierenden Epithel, um die Gewebekontinuität wiederherzustellen.
Die letzte Phase, die als Maturations- und Regenerationsphase definiert ist, ist die längste und kann zwischen 3 Wochen und mehr als einem Jahr dauern. In diesem Zeitraum entwickelt sich die Narbe von einer anfänglichen Phase, die in der Regel ödematös und hyperämisch (gerötet) ist, zu einer Endphase, in der sie einen weißlichen Teint erhält und eine unelastische Konsistenz mit verminderten durchbluteten Hautanhangsgebilden und Innervation aufzeigt.

Die Narbenbildung folgt jedoch nicht immer einem physiologischen Muster, und manchmal können pathologische Narben entstehen. Diese sind in 2 Hauptkategorien unterteilt:

  1. Atrophische Narben
  2. Hypertrophe und keloide Narben

Atrophe Narben: Das sich bildende Narbengewebe reicht nicht aus, um den geschädigten Bereich zu bedecken, dies geschieht aufgrund eines Mangels an Kollagen, das Aussehen der Narbe ist in diesem Fall depressiv und indossiert sowie diastasiert und häufig hypochrom.

Hypertrophe Narben: Das Narbengewebe wird auf abnormale Weise erzeugt, was zur Bildung verdickter, unelastischer, geröteter, juckender und manchmal schmerzhafter Narben führt, die je nach Lokalisation auch zu funktionellen wie auch psychischen Einschränkungen für die daraus resultierenden ästhetischen Schäden führen können.
Die Bildung von Narbengewebe überschreitet jedoch nicht die Grenzen der Wunde, sondern bleibt innerhalb des Wundumfangs begrenzt.

Keloidnarben: Auch in diesem Fall ist das Narbengewebe abweichend und redundant, aber im Gegensatz zu hypertrophen Narben zeichnen sich die Keloide durch ein dem Tumor ähnliches Verhalten aus, in dem Sinne, dass sie nicht auf den Umfang der Wunde beschränkt sind, sondern auch dazu neigen, in das umgebende Gewebe einzudringen, wobei sie Verästelungen aussenden, die manchmal den Scheren einer Krabbe ähneln, von der sie ihren Namen haben, was aus ästhetischer Sicht erhebliche Unannehmlichkeiten und manchmal auch funktionelle Beschwerden verursacht.

Wie werden Narben behandelt:


Wann immer ein Heilungsprozess stattfindet, sollten während der Maturationsphase bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, um den physiologischen Heilungsprozess zu verbessern und zu fördern und einer Hypertrophie vorzubeugen.
Am Ende der Wundheilung ist es wichtig, die Narbe mindestens 2-Mal täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme zu massieren, um das Gewebe weicher zu machen und von den umgebenden Geweben zu lösen.

Dann empfehlen wir die Anwendung von Salben auf der Basis von Silikongel, oder Silikonpflastern, die durch ihre mechanische Funktion das Auftreten einer Narbenhypertrophie verhindern und reduzieren.


Um eine Verfärbung der Narbe zu vermeiden, ist es auch wichtig, vor der Sonnenexposition einen vollständigen Lichtschutz aufzutragen.
Bei pathologischen Narben wie hypertrophen und keloiden Narben kann der plastische Chirurg zahlreiche Strategien anwenden, die sich in konservative oder medizinische und chirurgische Strategien unterteilen lassen.

Medizinische Therapie:

  • Massage mit feuchtigkeitsspendenden Cremes, mehrmals täglich
  • Kontinuierliche Kompression (wo möglich)
  • Okklusion mit Silikongel-Pflastern oder Silikongel-Salbe
  • Injektion von intralesionalen Corticosteroiden
  • Dermoabrasion
  • Laser-Behandlungen

Die chirurgischen Behandlungen:

  • Revision der Narben
  • Intraläsionale Exzision
  • Vollständige Exzision

Sowohl die medizinische als auch die chirurgische Therapie kann ambulant mit sofortiger Wiederaufnahme der sozialen Tätigkeiten/Arbeitsaktivitäten durchgeführt werden.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN WENDEN SIE SICH BITTE AN

Dr. Federico Cipriani

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