Datum

2. November 2020

Autor

Revée

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Il Dott. Federico Cipriani, plastischer Chirurg, der in Pisa und Bologna arbeitet, berichtet aus seiner Erfahrung über Narben.

Alle Wunden traumatischen oder chirurgischen Ursprungs führen unweigerlich zu Narbenbildung. Leider sehen diese nicht immer schön aus und können nicht selten zu funktionellen und psychologischen Problemen führen, insbesondere wenn sie sich in bestimmten sichtbaren Bereichen des Körpers befinden, was sich auch negativ auf die psychosozialen Aktivitäten auswirkt.

Obwohl der Chirurg der Naht der Wunde besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt widmen kann, hängt die Heilung auch vom Patienten ab.

Narben werden deutlicher und ästhetisch schlechter akzeptiert, wenn sie dazu neigen, hypertroph zu werden, oder noch schlimmer, wenn sie sich in Keloide verwandeln und rote, steife, unelastische, juckende und manchmal schmerzhafte Narbenstränge bilden.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die für eine „schlechte“ Heilung verantwortlich sein können. Darunter finden wir das Alter: Jüngere Patienten können, wenn sie einerseits durch eine größere Hautelastizität begünstigt werden, andererseits zur Bildung erhöhter Entzündungs- und Narbenprozesse neigen.

Auch die Lebensgewohnheiten haben ihre Auswirkungen, wie im Fall von rauchenden Patienten, bei denen es eher zu Verzögerungen bei der Heilung kommt oder die Hautlappen durch das Rauchen leiden, was die Mikrozirkulation auf allen Ebenen beeinträchtigt. Weitere häufige Ursachen sind Komorbiditäten wie Diabetes, Erkrankungen des Immunsystems, Ernährungsmängel und iatrogene Veränderungen, die z.B. durch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie z.B. Immunsuppressiva, verursacht werden.

WELCHE STRATEGIEN SOLLTEN ANGEWENDET WERDEN, UM DIE QUALITÄT EINER MÖGLICHEN NARBE ZU VERBESSERN?

In der Medizin ist das populäre Sprichwort „Vorbeugen ist besser als Heilen“ weit verbreitet, und tatsächlich werden in vielen Situationen die besten Ergebnisse mit Prävention erzielt.

Ich schlage immer vor, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um das Auftreten von Komplikationen zu vermeiden, die den Heilungsprozess verändern können, wie z.B. die Bildung von Blutergüssen, Seromen, Wunddehiszenzen oder Infektionen. Ich weise den Patienten daher darauf hin, wie wichtig es ist, in der ersten Zeit körperliche Anstrengung zu vermeiden, nicht zu schwitzen, um eine Wundmazeration zu vermeiden, und gegebenenfalls eine lokale oder systemische Antibiotika-Therapie einzunehmen. Schließlich verwende ich je nach Art und Lage der Wunde personalisierte Medikation.

Die letzte Phase des Heilungsprozesses kann bis zu einem Jahr dauern. Aus diesem Grund ist es nach erfolgter Heilung unerlässlich, den Patienten über das umzusetzende Verhalten zu informieren, um die Qualität der Narbe zu verbessern und die Möglichkeit pathologischer Narben zu minimieren.

Massieren Sie die Narbe mehrmals täglich in Längs- und Querrichtung mit feuchtigkeitsspendenden Cremes ein und drücken Sie die Narbe zusammen, um sie vom umgebenden Gewebe abzulösen sowie ihre Elastizität und Weichheit zu erhöhen.

Anschließend ist es sehr wichtig, Silikongel oder Silikonpflaster zu verwenden, die dank ihrer mechanischen Kompressionsfunktion in vielen Fällen eine mögliche Hypertrophie der Narben verhindern können.

Dasselbe Konzept gilt für die Verschreibung von elastischer Kompressionskleidung, wenn der Heilungsprozess besonders große Körperbereiche betrifft.

Ein vollständiger Lichtschutz ist auch wichtig, um eine Verfärbung der Narbe zu vermeiden.

KANN MAN BEI SEIT LANGEM VORHANDENEN PATHOLOGISCHEN NARBEN EINGREIFEN?

Der Hauptzweck im medizinischen Bereich besteht, wenn die Prävention versagt, in der Behandlung oder Verbesserung. Auch in diesem Fall nutzt das Szenario der Möglichkeit einer Verbesserung pathologischer Narben im hypertrophen oder keloiden Sinn in der Tat invasive und/oder konservative Verfahren.

Dazu gehören die Verwendung von Corticosteroiden für intraläsionale Injektionen, die eine Rückbildung der Narbenhypertrophie verursachen, und der Einsatz von Lasergeräten. In den schwerwiegendsten Fällen und dort, wo die konservativsten medizinischen Therapien versagen, kommt eine Operation durch eine teilweise oder vollständige Revision des Narbenbildes ins Spiel. Wie Federico sagte, „es gibt Wunden, die andere Wunden brauchen, um zu heilen“. Da eine hohe Rezidivtendenz nachgewiesen wurde, ist ein kombinierter Ansatz, der auf dem Einsatz chirurgischer Techniken, unterstützt durch medizinische Behandlungen, basiert, oft sinnvoll.

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